Xylit

Der Zuckerersatz Xylit (chemisch: Pentanpentol) gehört zu den Zuckeralkoholen und ähnelt geschmacklich dem normalen Haushaltszucker. Da die Süßkraft im Vergleich zum industriellen Zuckerfast identisch ist, gehört Xylit zu den beliebten Zuckeraustauschstoffen.

Das im Jahr 1980 von Chemiker Emil Fischer und Rudolf Stahel entdeckte Xylit (oder auch Xylitol genannt) kann man heute unter dem Namen Birkenzucker kaufen. Regelmäßig angewendet trägt Xylitol zur Remineralisierung der Zähne bei und vermindert so das Kariesrisiko. Zusätzlich enthält es 40 % weniger Kalorien als Zucker.

Die Herstellung von Xylit

Die industrielle Herstellung von Xylit beruht auf Xylanen (Holzgummi), welches aus Birkenholz und anderen Harthölzern oder landwirtschaftlichen Rohstoffen wie Stroh, Maiskolbenresten oder Zuckerrohr-Bagasse gewonnen wird. Denn aus diesen wird bei Temperaturen von bis 200°C unter Einsatz von Schwefelsäure oder Natronlauge der Holzzucker Xylose freigesetzt. . Die Xylose wird dann mit einem Katalysator unter hohem Druck zu Xylit umgesetzt. Der im Vergleich zu anderen Zuckeralternativen hohe Preis beruht darauf, dass die industrielle Herstellung von Xylit eher aufwendig ist.

Grundsätzlich ist die Süßkraft von Xylit fast identisch zu dem herkömmlichen Zucker. Beim Verzehr sorgt dieser Zuckerersatz zudem für einen kühlenden Effekt auf der Zunge, da dieser beim Kontakt mit dem Speicher der Umgebung Wärme entzieht. Besonders die antikariogene Wirkung von Xylit zeichnet diesen Ersatz für Zucker aus. Im Gegensatz zum Haushaltszucker (Saccharose) hat Xylit keine schädigende Wirkung auf unsere Zähne. Wissenschaftler fanden sogar heraus, dass Xylit sich sogar positiv auf die eigene Zahngesundheit auswirkt und die Entstehung von Karies hemmt.

Was ist Xylit?

Zwar kommt Xylit bereits in natürlichen Lebensmitteln wie Früchten (Plaumen, Erdbeeren oder Himbeeren) sowie Gemüse wie Blumenkohl vor, jedoch machen die gebildeten Xylitmengen nur einen geringen Anteil aus. Xylit (oder auch Birkenzucker genannt) schützt nicht nur wie bereits erwähnt vor Karies sondern enthält auch 40 Prozent weniger Kalorien im Gegensatz zum Haushaltszucker (400 kcal pro 100 Gramm). Dies hat außerdem den Grund, dass Xylit die Insulinausschüttung beim Menschen nicht wie der industrielle Zucker in die Höhe treibt und somit auch bestens für Diabetiker geeignet ist.

Ist Xylitol gesund?

Laut der Verbraucherzentrale Bayern kann der Verzehr von Birkenzucker (Xylit) zu Bauchgrummeln oder sogar Durchfall führen. Aus diesem Grund wird geraten nicht mehr als 30 bis 50 Gramm am Tag zu konsumieren. Man sollte demnach berücksichtigen, dass man auch bei diesem Zuckersatz wie beim Haushaltszucker diesen nur in geringen Mengen zu sich nimmt. Wer seinen Zuckerverbrauch auf Xylit langfristig umstellen möchte, sollte den Umstieg nicht von einem auf den anderen Tag durchführen. Die Menge sollte nach und nach erhöht werden, damit es gar nicht erst zu den Darmproblemen kommt.