Stevia

Stevia rebaudiana - Stevia Pflanze

Der Zuckerersatz Stevia ist ein aus der Pflanze Stevia rabaudiana („Süßkraut“, auch „Honigkraut“) gewonnenes Stoffgemisch.  Steviaprodukte können – als reines Rebaudiosid A – eine bis zu 450-fache Süßkraft von Zucker haben, sind nicht kariogen und für Diabetiker geeignet. Die Süß- oder auch Honigkraut genannte Pflanze wurde bereits Anfang der 90er in großen Plantagen in Brasilien und Paraguay kultiviert und gilt schon seid Jahrhunderten als natürliches Süßungsmittel.

Die Stevia rebaudiana ist eine in Südamerika beheimatete Pflanze, die im paraquayisch-brasilianischen Grenzgebiet wächst. Die als Staude in der Region der Amambai-Bergkette wachsende Pflanze wurde bereits 1887 vom Schweizer Botaniker Moises Giacomo Bertoni entdeckt. Nachweislich wussten aber bereits schon die Ureinwohner von ihrer stark süßenden Wirkung. Isoliert wurden die Inhaltsstoffe 1900 durch Ovidio Rebaudi, einem paraquayischen Chemiker.

Seit dem 2. Dezember 2011 ist Stevia als E960 in der EU zugelassen. Bei ausführlichen Prüfungen und Studien konnten keine negativen Auswirkungen bei der Verwendung von Stevia auf den menschlichen Körper festgestellt wird.

Die Herstellung von Stevia

Während Stevia ursprünglich wie bereits erwähnt seinen Ursprung in Südamerika hat, gehören Spanien und Portugal in Europa zu den Pionieren der Stevia Zucht und Verarbeitung. Auch andere südeuropäische Länder haben sich auf die Zucht von Stevia konzentriert, denn im mediterranen Klima gedeihen die frostempfindlichen Stevia Pflanzen gut. Japan ist einer der Hauptimporteure für Stevia – der Inselstaat deckt ein Drittel seines Bedarfs aus dem Ausland. Besonders nachdem Coca-Cola 24 Patente für den Süßstoff Stevia angemeldet hat, ist die Nachfrage nach Stevia auch in den USA extrem gewachsen.

Bei dem traditionellen Verfahren zur Herstellung kommen gar keine modernen Destillations- oder Reinigungsanlagen zum Einsatz, dort werden die Blätter nach wie vor getrocknet und pulverisiert und aus diesem Pulver Extrakte, Streusüße oder flüssige Zubereitungen gewonnen. Bei dem industriellen Verfahren werden die Stevia-Planzen sehr häufig zur Extraktion reiner Stevioside eingesetzt.

Was ist Stevia?

In zahlreichen Getränken, Flüssigsüßen, Gummibärchen, etc. wird bereits Stevia als Süßungsmittel und somit als Alternative für Zucker genutzt. Dies liegt daran, dass die Pflanze eine bis zu 300-mal stärkere Süßkraft als Zucker hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass Stevia nahezu kalorienfrei und hat kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Demnach können auch Diabetiker Stevia als Zuckerersatz nutzen.

Das dafür entscheidende Stevia-Extrakt Stevioside beziehungsweise Steviolgykoside ist in reiner Form weiß und geruchslos. Es ist aber der Extrakt der dem Stevia die besondere süße verleiht. Stevia, genauer: Steviolglykoside, sind ideal geeignet zum Süßen von Lebensmitteln und Erfrischungsgetränken und eigenen sich somit perfekt als Zuckerersatz, um einer möglichen Zuckersucht vorzubeugen.

Ist Stevia gesund?

Ende 2011 wurde Stevia in der EU als Zuckerersatz zugelassen. Ausschlaggebend war ein rund zwanzig Jahre alte Langzeituntersuchung an Ratten, wo lediglich ein deutlicher Gewichtsverlust der Ratten festgestellt werden konnte. Weitere Nebenwirkungen wie Blähungen oder Durchfall konnten nicht festgestellt werden.