Erythrit

Der Zuckerersatz Erythrit (chemisch: meso-1,2,3,4-Butantetrol)  gehört zu den Zuckeralkoholen und ähnelt aufgrund der süß schmeckenden Verbindung geschmacklich dem normalen Haushaltszucker. Ähnlich wie Xylit oder Somalt hat Erythritlol etwa 70% der Süßkraft von Zucker und gehört somit zu den beliebten Zuckeraustauschstoffen. Zudem ist Erythritlol ähnlich zu den anderen Zuckeralternativen nahezu kalorienfrei und besitzt eine zucker-ähnliches Aussehen.

Erythrit wurde von dem schottischen Chemiker John Stenhouse entdeckt, welcher den Stoff bereits um 1848 isolierte. Seit 1998 in den USA und seit 2006 in Europa ist Erylite ohne Mengenbeschränkungen als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

Die Herstellung von Erythrit

In der natürlichen Form findet man Erythrit in reifen Früchten wie Melonen, Weintrauebn und Birnen. Aber auch in Wein, Käse und Pistazien kommt Erythrit vor. Die industrielle Herstellung von Eryhtrit kann chemisch-katalytisch durch die Hydrierung von Weinsäure an Raney-Nickel-Katalysatoren erfolgen. Da dieser Prozess jedoch sehr kostspielig und grundsätzlich auch sehr Komplex ist, wird Erythrit heutzutage aus mikrobielle Umwandlung von niedermolekularen Kohlenhydraten (beispielsweise Glucose und Saccharose) mittels osmophiler Pilze gewonnen. Dabei werden also die Kohlenhydrate mithilfe von Pilzen in Erythrit und einigen Nebenprodukten per Fermentierung umgewandelt.

Auf der Zutatenliste von Lebensmittel wird der Zuckerersatz Erythrit mitunter auch als Erylite, Erythritol sowie E968 gekennzeichnet.

Was ist Erythrit?

Erythritlol ist besonders bei kalorienarmen Diäten sehr beliebt. Denn Erythrite ist zum einem kalorienarm (20 kcal auf 100g) und hat keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel, sodass er auch von Diabetikern genutzt werden sollte. Im Vergleich zum gewöhnlichen Zucker (400 kcal pro 100g) und Xylit (ca. 220 kcal / 100g) ist Erylite der einzige Zuckeralkohol unter den Süßungsmittel der praktisch kalorienfrei ist. Da die Süßkraft von Erythrit jedoch nur 70 Prozent der von Glukose entspricht, benötigt man beim kochen oder backen etwas mehr vom Zuckerersatz Erythrite. Ähnlich wie bei Xylit hat Erythritlol auch einen kühlenden Effekt, sodass die Lebensmittelindustrie diesen Zuckeraustauschstoff besonders für zuckerfreie Kaugummis und Bonbons nutzt.

Ist Erythritlol gesund?

Zwar zeigen viele Studien die Unbedenklichkeit des Süßungsmittels Erythritol, jedoch sind Nebenwirkungen wie Durchfall oder Blähungen möglich. Anders wie bei anderen Zuckeraustauschstoffen wird Erythrit direkt im Dünndarm zügig aufgenommen und zu über 90 Prozent über den Urin unverändert ausgeschieden. Dadurch sind die bei anderen Zuckeralternativen vermehrt auftretenden Nebenwirkungen wie Blähungen oder Durchfall stark reduziert. Dennoch müssen Lebensmittel, die mehr als 10 Prozent Erythrite enthalten, mit einem Warnhinweis versehen werden.